Datenerhebung als integrierter Bestandteil der Intervention

Aus Sicht der Partizipativen Qualitätsentwicklung ist die Erhebung von Daten sowohl zur Situation der Menschen aus der Zielgruppe als auch über den Verlauf der durchgeführten Maßnahmen ein integrierter Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Projekt und Zielgruppe. Mitglieder der Zielgruppe sind nicht Gegenstand einer Untersuchung, sondern Partner in der Erkundung ihrer eigenen Lebenswelt. Durch die Anwendung partizipativer Methoden der Datenerhebung setzt das Projekt das Signal, dass es sich für die Belange der Zielgruppe interessiert. Darüber hinaus wird kommuniziert, dass eine längerfristige Zusammenarbeit mit der Zielgruppe für die Planung, Umsetzung und Auswertung von Maßnahmen erwünscht ist. In diesem Sinne ist die Datenerhebung als integrierter Bestandteil der Intervention zu verstehen, da sie wesentlich zum Aufbau einer partizipativen Zusammenarbeit beiträgt. Aus diesem Grund ist ein zentrales Merkmal von Methoden der Partizipativen Qualitätsentwicklung, dass sie in den Praxisalltag der Gesundheitsförderung und Prävention mit sozial benachteiligten Zielgruppen eingebaut werden können. Methoden sollen von Praxiseinrichtungen so ausgewählt werden, dass sie mit den Gewohnheiten der Zielgruppe, den Kommunikationsformen in den Settings, sowie der Arbeitsweise der Einrichtung vereinbar sind.

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Autor/inn/en: Wright/Block/Unger