Praxisbeispiel: Jugendamt Leipzig

1. Titel: Bedarfserhebungsstrategien und Öffentlichkeitsmaßnahmen für Jugendliche als Zielgruppen der Straßensozialarbeit (Sachgebiet Straßensozialarbeit, Jugendamt Leipzig)

Durchführungszeitraum: von Februar 2006 bis August 2007

2. Beteiligte Einrichtung/en:

Sachgebiet Straßensozialarbeit, Jugendamt Leipzig

3. Autor/innen:

  • Michael T. Wright (WZB)
  • Lutz Wiederanders (Sachgebiet Straßensozialarbeit)
  • Benedikt Geppert (Sachgebiet Straßensozialarbeit)
  • Annette Junge (Sachgebiet Straßensozialarbeit)
  • Ina Klass (Sachgebiet Straßensozialarbeit)
  • Marco Wultschew (Sachgebiet Straßensozialarbeit)

3b. Wissenschaftliche Begleitung:

Durch die Forschungsgruppe Public Health, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

4. Maßnahme der Prävention/Gesundheitsförderung, die qualitätsgesichert wurde:

Straßensozialarbeit bei Jugendlichen (aufsuchende Arbeit und Beratungen in Anlaufstellen)

5. Zielsetzung der Qualitätssicherung:

Neue Bedarfserhebungsstrategien und Öffentlichkeitsmaßnahmen zu entwickeln, um vor allem bisher nicht erreichte Zielgruppen besser erreichen zu können.

6. Nutzen:

Der größte Nutzen besteht daraus, Methoden der Bedarfserhebung zu haben, durch die regelmäßig und systematisch die Meinungen der Zielgruppen zu den Angeboten des Sachgebiets in Erfahrung gebracht werden können.

7. Methodisches Vorgehen:

Neue Methoden der Bedarfserhebung und der Öffentlichkeitsarbeit wurden nach den folgenden Schritten überprüft und verbessert:

1. Definition der Zielgruppen

2. Klärung der Frage der Erreichbarkeit

3. Erarbeitung von Strategien, um die Zielgruppen besser zu erreichen

4. Erarbeitung von Bedarfserhebungsstrategien für die einzelnen Teams

8. Ergebnisse der Qualitätssicherung:

Die neuen Öffentlichkeitsmaßnahmen bestehen aus Anzeigen/Artikeln auf der Jugendseite in der Zeitung, Straßenbahnwerbung (über das Videosystem), T-Shirts (sowohl für die Teams als auch für die Jugendlichen), Sprechstunden an Schulen und einem Peer-Ansatz (Klient/innen werben andere Jugendliche). Die neuen Bedarfserhebungsstrategien variieren je nach Fragestellung und Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Teams. Blitzbefragungen und Fokusgruppen werden bei den Datenerhebungen verwendet.

9. Erfahrungen und Tipps:

- Es hilft, Referenzen zu haben. Wir haben aus dem Nichts heraus Themen entwickelt. Es wäre hilfreich gewesen, zu Beginn der Arbeit Beispiele aus anderen Projekten kennen zu lernen, um feststellen zu können, was überhaupt möglich ist.

- Durch die Fokusgruppe bekommen Gruppengespräche einen anderen Rahmen und dadurch einen anderen Stellenwert.

- Die Methoden müssen in die Teamarbeit und in das Projektkonzept integriert werden können.

- Die eine Sache ist die Auswertung der Ergebnisse für die eigene Zwecke, die andere ist die Nutzung der Ergebnisse für die Außendarstellung der Arbeit. Man muss sich fragen: Welche Informationen sollen in den (statistischen) Bericht einfließen? Wie kann die Beziehungsarbeit besser dokumentiert werden?

10. Anschauungsmaterial/ Dokumente zum Download: