Vielfalt von Perspektiven (Triangulation)

Die Partizipative Qualitätsentwicklung verfolgt den Ansatz, dass die Qualität der Prävention und Gesundheitsförderung dadurch maximiert werden kann, dass die verschiedenen Perspektiven der zentralen Akteure berücksichtigt werden. Kein Partner ist allein in der Lage, das Gesundheitsproblem und mögliche Lösungsstrategien vollständig zu beschreiben. Erst durch die Zusammenführung der verschiedenen Perspektiven aller Partner kann eine machbare, nachhaltige Interventionsstrategie entstehen. In der internationalen Diskussion um Qualitätssicherung und Evaluation wird dieser Ansatz unter diversen Begrifflichkeiten thematisiert, z.B. stakeholder perspective, stakeholder orientation.

Methodisch bedeutet es, dass z.B. in Bedarfsbestimmungen oder Evaluationen verschiedene Perspektiven einbezogen und miteinander verglichen werden. Diese können sich ergänzen oder auch widersprechen. Wenn verschiedene Informationsquellen und/oder Forschungsmethoden miteinander kombiniert werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu untersuchen, spricht man in der Sozialforschung von Triangulation.

Autor/innen: Wright/Block/Unger